Der Winkelschleifer ist ein echtes Multitalent – allerdings nur, wenn die richtige Scheibe montiert ist. Metall trennen, Schweißnähte bearbeiten, Rost abschleifen oder Stein schneiden sind völlig unterschiedliche Aufgaben. Eine Scheibe für alles gibt es nicht.
Dünne Trennscheiben für Metall
Zum Durchtrennen von Profilen, Rohren oder Blechen werden vergleichsweise dünne Trennscheiben eingesetzt. Sie sollen schneiden, nicht seitlich schleifen. Seitlicher Druck kann eine solche Scheibe überlasten.
Schruppscheiben für kräftigen Materialabtrag
Schruppscheiben sind deutlich stärker und für Schleifarbeiten ausgelegt. Damit lassen sich beispielsweise Schweißnähte egalisieren oder Kanten bearbeiten. Für einen sauberen Trennschnitt sind sie dagegen die falsche Wahl.
Fächerscheiben für kontrollierteres Schleifen
Überlappende Schleiflamellen sorgen für einen gleichmäßigeren Materialabtrag. Fächerscheiben sind beliebt, wenn Metalloberflächen nachgearbeitet, entrostet oder geglättet werden sollen.
Diamantscheiben für mineralische Materialien
Beton, Stein oder Fliesen verlangen nach einer Scheibe, die dafür konstruiert ist. Diamanttrennscheiben sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich – etwa für besonders saubere Kanten oder schnellen Materialabtrag.
Die Schutzbrille reicht bei manchen Arbeiten nicht allein
Funken, Staub und hohe Geräuschpegel gehören je nach Anwendung dazu. Schutzbrille beziehungsweise Gesichtsschutz, Gehörschutz und eine zum Material passende Staubschutzlösung sind deshalb Teil der Arbeit – nicht Zubehör für besonders Vorsichtige.