Eine neue Werkstatt hat eine gewisse Sogwirkung: Plötzlich möchte man jedes Spezialwerkzeug besitzen, das irgendwo gut aussieht. In der Realität erledigt man aber einen großen Teil der alltäglichen Arbeiten mit einer überschaubaren Grundausstattung. Genau mit der sollte man anfangen.
1. Ein vernünftiger Hammer
Kein Set aus sieben exotischen Varianten – zunächst reicht ein sauber verarbeiteter Schlosserhammer in einer alltagstauglichen Größe. Entscheidend sind ein sicherer Stiel und ein Kopf, der fest sitzt.
2. Schraubendreher oder ein gutes Bit-System
Kreuz, Schlitz und heute vor allem Torx tauchen ständig auf. Für häufige Arbeiten sind gute Schraubendreher angenehm, für die flexible Grundausstattung ist ein hochwertiges Bit-Set fast unschlagbar.
3. Kombizange
Greifen, halten, biegen und gelegentlich Draht schneiden – eine Kombizange ist eines dieser Werkzeuge, das erst auffällt, wenn es gerade fehlt.
4. Seitenschneider
Für Kabelbinder, Drähte und saubere Schnitte ist er wesentlich angenehmer als der Versuch, alles mit irgendeiner Schere zu erledigen.
5. Wasserpumpenzange
Bei größeren Muttern, Verschraubungen und Sanitärarbeiten bringt die verstellbare Zange den nötigen Greifbereich mit.
6. Maßband
Ein Maßband mit gut lesbarer Skala und stabiler Arretierung ist wichtiger als irgendeine Zusatzfunktion. Wer viel baut, benutzt es dauernd.
7. Wasserwaage
Für Regale, Möbel, Bilder und Ausbauarbeiten. Eine kompakte Länge ist vielseitig; für längere Bauteile kann später eine zweite dazukommen.
8. Cuttermesser
Karton, Folie, Teppich, Verpackung, Dichtmaterial – ein stabiles Messer mit wechselbarer Klinge ist ständig im Einsatz.
9. Handsäge
Auch mit einer voll ausgestatteten Elektrowerkstatt ist eine gute Handsäge praktisch. Für einen einzelnen Schnitt ist sie oft schneller einsatzbereit als eine Maschine.
10. Akku-Bohrschrauber
Wenn ein Elektrowerkzeug zur Grundausstattung gehört, dann dieses. Schrauben, vorbohren, montieren – ein guter Bohrschrauber übernimmt eine ganze Menge.
11. Bohrer- und Bit-Grundsortiment
Das Gerät allein bringt wenig. Ein übersichtliches Set für die Materialien, die tatsächlich verarbeitet werden, spart Sucherei und improvisierte Lösungen.
12. Kleine Aufbewahrungslösung
Ja, auch die zählt. Werkzeug, das irgendwo in einer Kiste verschwindet, wird doppelt gekauft oder nicht benutzt. Eine Werkzeugbox, Schublade oder übersichtliche Lochwand ist deshalb Teil der Grundausstattung.
Qualität schlägt Masse
Bei häufig genutzten Werkzeugen lohnt sich solide Qualität fast immer. Ein Schraubendreher, dessen Griff gut in der Hand liegt, oder eine Zange mit sauberem Gelenk macht bei jeder Benutzung Freude. Gleichzeitig muss nicht jedes selten genutzte Spezialwerkzeug aus der Profiklasse kommen.